Anlehngewächshäuser – das muss man wissen

Das sogenannte Anlehngewächshaus wird dem Namen entsprechend an eine Hauswand, eine Mauer oder an ein anderes Gewächshaus gelehnt, damit es stabil steht. Ansonsten erfüllt es genau die gleichen Funktionen wie ein frei stehendes Gewächshaus.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Anlehngewächshaus spart Platz, Geld und Zeit.
  • Je nach Größe ist das Anlehngewächshaus als Wintergarten oder zum Anbauen von Nutzpflanzen geeignet.
  • Wichtig beim Kauf ist das passende Material, eine hochwertige Verarbeitung und die passende Größe.
  • Verschiedene Zubehörteile machen das Anlehngewächshaus noch komfortabler sowie vielseitiger.

Das Anlehngewächshaus: Was ist das überhaupt?

Das Anlehngewächshaus steht nicht frei, sondern erhält Form sowie Stabilität durch ein anderes Objekt. Oftmals wird es direkt an einen angrenzenden Schuppen, an eine Hauswand oder neben das Gartenhaus gestellt.

Ein Anlehngewächshaus bietet genau den gleichen Komfort wie ein ganz normales Gewächshaus. Man kann hier unter anderem Blumen, Gemüse oder Obst anbauen. Der Vorteil beim Anlehngewächshaus ist der, dass es extrem platzsparend ist. Besitzer müssen keine aufwendigen Vorkehrungen treffen, sondern können die Elemente direkt nach der Anlieferung oder dem Kauf kombinieren.

Weil das Anlehngewächshaus extrem platzsparend ist, wird es nicht nur im Garten, sondern auch auf der Terrasse oder dem Balkon aufgebaut. Es ist quasi die günstige, kleine und unkomplizierte Version des freistehenden Gewächshauses. Wer nur eine Handvoll Pflanzen anbauen möchte, profitiert von dieser Abwandlung.

Diese Anwendungsmöglichkeiten bietet das Anlehngewächshaus

Die konkreten Nutzungsmöglichkeiten richten sich vor allem nach den Maßen des Anlehngewächshauses. Handelt es sich zum Beispiel um ein sehr hohes und eher längliches Produkt, können Gärtner hier Pflanzen anbauen, die eher in die Höhe wachsen. Dazu gehören Tomatenstauden oder Gurkenpflanzen.

Ist das Anlehngewächshaus eher niedrig und geht in die Breite, werden solche Nutzpflanzen angepflanzt, die in Bodennähe wachsen und breite Ausläufer mit sich bringen. Dazu gehören unter anderem Kartoffeln oder diverse Kohlsorten, Kopfsalat und natürlich viele Zierblumen.

Je größer das Anlehngewächshaus ist, desto mehr verschiedene Pflanzensorten können angebaut werden. Generell gibt es keine Limitierung hinsichtlich der Sorten, weil das Anlehngewächshaus genau wie ein normales, freistehendes Gewächshaus genutzt werden kann.

Das Anlehngewächshaus bietet sich eher für private Gärtner an, die Freude am Züchten von Nutzpflanzen und Zierpflanzen im kleinen Rahmen haben. Soll Gemüse gewerblich angebaut werden, ist das Gewächshaus zum Anlehnen in der Regel zu klein.
Wer dennoch mehr anpflanzen möchte, kann mehrere dieser Modelle um das Haus oder die Terrasse herum aufstellen. Manchmal kann man die Zwischenelemente herausnehmen und erhält dadurch ein größeres, zusammenhängendes Gewächshaus, das trotzdem alle Vorteile des Anlehngewächshauses mitbringt.

Welche Materialien beim modernen Anlehngewächshaus verwendet werden

Die meisten modernen Anlehngewächshäuser bestehen aus Glas und Holz. Holz wird für die Streben und alle Elemente benutzt, die Gewicht tragen müssen und für eine gewisse Stabilität notwendig sind. Das Glas sorgt wiederum dafür, dass der wärmende Effekt durch die Sonne entsteht und die Pflanzen genügend Tageslicht bekommen.

Zudem gibt es Varianten, die teilweise aus Folien oder aus Metall bestehen. Bei Edelstahl sowie Aluminium ist es wichtig, dass das Gesamtkonstrukt nicht zu schwer wird und alle Einzelteile rostfrei sind.

Verschiedene Größen des Anlehngewächshauses

Nicht nur hinsichtlich der Materialien unterscheiden sich die modernen Anlehngewächshäuser, sondern auch bei der Größe. Das klassische Anlehngewächshaus bringt eine Grundfläche von rund 6 Quadratmeter mit sich.

Des Weiteren gibt es besonders kleine Exemplare, die sich zum Beispiel für einen größeren Balkon oder die Dachterrasse eignen. Kleine Varianten weisen meistens eine Grundfläche zwischen 1,5 und 4 Quadratmetern auf.

Je größer das Anlehngewächshaus ist, desto mehr Pflanzen kann man darin anbauen. Sind die Häuser tief, hoch und breit genug, kann man sie sogar als Wintergarten nutzen. Damit man hier bequem sitzt, sollten Besitzer sich beim Aufstehen nicht den Kopf anschlagen.

Je nach Größe kann es sein, dass man eine spezielle Baugenehmigung für das Aufstellen des Anlehngewächshauses braucht. Wann, wo und wie das nötig ist, erfragen Betroffene am besten bei der Gemeinde oder bei der Stadt. Die Regelungen variieren je nach Bundesland sowie Gemeinde. Generell gilt: Vorab zu fragen, schadet nicht und spart im Zweifel jede Menge Ärger.

Darauf sollten Verbraucher beim Kauf noch achten

Die Größe muss perfekt zum Vorhaben des Nutzers passen. Sollen hier nur ein paar Salatköpfe und Tomaten auf dem Balkon angebaut werden, reicht ein sehr kleines Modell. Wer einen Mini-Wintergarten wünscht oder Pflanzen im größeren Stil anbauen will, nutzt hohe, breite und tiefe Bauten.
Das Material muss wetterfest, stabil, aber nicht zu schwer sein. Eloxiertes Aluminium in Kombination mit Glas ist optimal. Alternativ dazu nutzt man Varianten aus Holz und Glas. Eventuell müssen die Elemente aus Holz nicht behandelt werden, damit sie Wasser und Schmutz trotzen.

Hinsichtlich des Preises gibt es große Unterschiede. Wer das Anlehngewächshaus erst einmal nur ausprobieren möchte, findet online Modelle für 100 bis 200 Euro. Soll es hingegen ein komfortables, langlebiges und großes Anlehngewächshaus werden, kann dieses schnell den vierstelligen Bereich bei den Anschaffungskosten überschreiten.

Diese Vorteile bietet das Anlehngewächshaus

Das Anlehngewächshaus spart in erste Linie Platz und Kosten. Wer kein riesiges Grundstück hinter dem Haus hat und Kosten sowie Mühen scheut, kann sich hier austoben. Trotzdem sind hochwertige Anlehngewächshaus stabil und wetterfest – genau wie die frei stehenden Varianten.
Inzwischen gibt es eine große Auswahl an Modell in diversen Preisklassen. So findet jeder das passende Anlehngewächshaus für seine Zwecke. Viele Anlehngewächshäuser bekommt man bereits für 200 Euro oder noch weniger!

Die Wärmeaufnahme sowie die Speicherung der Sonnenwärme funktioniert bei einem Anlehngewächshaus einwandfrei und meistens genauso gibt wie bei einem klassischen Gewächshaus. Die Pflanzen werden sich hier sehr wahrscheinlich wohlfühlen. Das Züchten und Pflanzen funktioniert viel effizienter als unter freiem Himmel in einem klassischen Beet.

Mögliche Schwächen des Anlehngewächshauses

Je nach Größe kann ein Anlehngewächshaus nicht immer mit gestrecktem Oberkörper begangen werden. Gerade große Menschen müssen hier eventuell gebückt agieren. Dadurch mangelt es je nach Größe und Höhe an Komfort.

Handelt es sich um ein sehr großes bzw. ein hohes Anlehngewächshaus, muss eine Genehmigung für den Bau eingeholt werde. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen speziellen Nachteil des Anlehngewächshauses, sondern die Regelung gilt für Gewächshäuser aller Art.

Für den Aufbau eines Anlehngewächshauses braucht man ein wenig Geschick, Erfahrung, Zeit und das nötige Handwerkszeug. Anders als freistehende Gewächshäuser muss es optimal mit der Wand oder einer Mauer verbunden werden, damit es langfristig stabil steht und dicht hält.

Ansprüche, Ziele und Voraussetzungen im Blick behalten

Mit einem Anlehngewächshaus können nur Menschen glücklich werden, die sich vorab viele Gedanken über die richtige Wahl machen. Leitfragen vor dem Kauf sind unter anderem: Wie hoch ist das Budget? Wie viel Platz kann ich für das Aufstellen erübrigen? Welche Pflanzen möchte ich unterbringen? Soll das Anlehngewächshaus nur für Pflanzen und Blumen verwendet werden oder auch als Wintergarten dienen?

Wer hohe Ansprüche hat, sollte beim Kaufpreis nicht auf jeden Cent achten. Besteht das Anlehngewächshaus aus hochwertigen Materialien und soll stabil stehen, darf es ruhig ein paar hundert Euro kosten. Vergessen werden sollten allerdings nicht jene Kosten, welche durch das Zukaufen von verschiedenen Zubehörteilen entstehen.

Wer noch gar keine Erfahrung mit einem Gewächshaus hat, sollte sich das Anlehngewächshaus eventuell erst vor Ort anschauen. Manche Baumärkte bieten die Chance, die die Modelle live anzusehen.

Natürlich muss man das Anlehngewächshaus nicht vor Ort kaufen, sondern sollte online nach günstigeren Angeboten suchen. Alternativ dazu gibt es vielleicht Bekannte, die bereits ein Anlehngewächshaus besitzen und Käufer einen Blick hineinwerfen lassen.

So funktioniert das Anlehngewächshaus in der Praxis

Wer die Pflanze nicht in einem Beet im Garten unterbringt, sondern ein modernes Anlehngewächshaus zum Anbauen verwendet, verspricht sich davon Vorteile. Das Anlehngewächshaus trägt zum optimalen Klima bei, welches vor allem empfindliche Pflanzen brauchen.

Meistens wachsen Nutzpflanzen zuverlässiger, schneller und gesünder, wenn man sie in ein Gewächshaus, statt unter freiem Himmel pflanzt. Das liegt am sogenannten Treibhauseffekt. Dank der Sonnenwärme verdunstet Wasser aus dem Boden. Die Luft bleibt dadurch feucht und warm. Die meisten Pflanzen lieben dieses Klima.

Die Wärmeableitung wird mit einem modernen Anlehngewächshaus effektiv verringert. Das Anlehngewächshaus ist rundherum geschlossen und wird im Optimalfall nur bei einer großen Hitze gelüftet. Dadurch bleibt es drinnen konstant warm. Automatische Fensteröffner und andere Zubehörteile sogen dafür, das trotzdem genügend Luft an die Pflanzen kommt.

Die Baugenehmigung – ein heikles Thema

Ob eine Genehmigung benötigt wird, hängt vom Bundesland, von der Größe des Gewächshauses und vom Standort ab.

Nicht nur die Gemeinde oder Stadt müssen dem Bau unter Umständen zustimmen, sondern auch der direkte Nachbar sollte einverstanden sein. Gibt dieser seine schriftliche Erlaubnis, kann er sich im Nachhinein nicht beschweren. Wer seinen Nachbar nicht dazu bewegen kann, darf trotzdem bauen.

Auf Nummer sicher gehen alle Betroffenen, die sowohl eine Genehmigung – sofern erforderlich – als auch die Zustimmung des Nachbarn haben. Ansonsten könnte es passieren, dass ein Rückbau vollzogen werden muss oder Strafzahlungen drohen.

Damit es gar nicht erst zu Streitigkeiten kommt, wird für das Anlehngewächshaus ein Standort gewählt, der nicht direkt an das Grundstück des Nachbarn grenzt. Schaut dieser nicht zum Beispiel direkt von seinem Balkon oder seiner Terrasse auf den Bau, wird er sich in der Regel auch nicht daran stören.

Zudem sollte das Anlehngewächshaus so gebaut werden, dass Wasser vom Dach nicht auf das nachbarliche Grundstück fließt. Je weniger Berührungspunkte, desto besser!

Zubehör bietet mehr Komfort im Anlehngewächshaus

Automatischer Fensteröffner

Der automatische Fensteröffner bietet die effektive Zeitersparnis im Anlehngewächshaus. Er wird mit herkömmlichen Schrauben befestigt und sorgt für eine ausreichende Belüftung der Pflanzen. Weil moderne Varianten keinen Strom benötigen, lohnt sich die Anschaffung doppelt.

Der automatische Fensteröffner sollte bei Temperatur über 35 Grad automatisch ausfahren. Mit dieser Funktion spart er privaten Gärtnern viel Mühe.

Pflanztische

Wer ein großes Anlehngewächshaus gekauft hat, kann nicht nur den Boden bepflanzen, sondern auch in den oberen Etagen tätig werden. Mit einem praktischen Pflanztisch aus Holz oder Aluminium nutzt man die Höhe optimal aus.

Gewächshausklammern

Mithilfe von praktischen Gewächshausklammern werden Hohlkammerplatten installiert und Glasscheiben befestigt. Meistens werden solche Klammern im Set angeboten. Stahl eignet sich besonders, weil es sich um ein stabiles, günstiges, wartungsarmes Material handelt.

Pflanzenhalter

Die Pflanzenhalter für das Anlehngewächshaus dienen als stabiler Befestigungspunkt für alle rankenden Pflanzen. Sie können an den Aluprofilen installiert werden.

Regenfallrohr

Regenfallrohre sorgen dafür, dass das Regenwasser geregelt abfließt. Auf diese Weise werden Überschwemmungen rund um das Gewächshaus vermieden. Wer das gerne möchte, kann mithilfe der Rohre auch Regenwasser in einer Tonne sammeln, die neben dem Anlehngewächshaus platziert wird.

Anlehngewächshäuser vorgestellt

Vitavia Anlehngewächshaus Ida

Dieses Gewächshaus besteht aus Glas und Aluminium. Es weist eine Grundfläche von 1,3 Quadratmetern auf und passt daher vor allem in kleine Gärten. Die Farbe Smaragd fügt sich optimal in die Umgebung ein und wirkt natürlich.

Zu dem Anlehngewächshaus gehören Schiebetüren und mehrere Drahtregalböden. Diese Teile werden mitgeliefert und können einfach montiert werden.

Vitavia Anlehngewächshaus Ida 1300 HKP 4 mm 1,30 m², dunkelgrün *
  • Vitavia by Pergart, Aluminium-Gewächshaus, Hohlkammerplatten, Serie: Ida
  • Dachform: Pultdach
  • Grundfläche: 1,3 m²

Vitavia Flora Anlehngewächshaus

Dieses Modell ist rund 195 Zentimeter breit und rund 250 Zentimeter hoch. Es bietet daher viel Platz sowohl für in die Breite wachsende Pflanzen als auch für Stauden. Gärtner können hier bequem aufrecht stehen.

Die Hohlkammerlatten sind 4 Millimeter stark und sorgen für eine gute Isolation sowie eine hohe Standfestigkeit. Wie alle anderen klassischen Anlehngewächsghäuser kann auch dieses Modell nur angelehnt aufgestellt werden.

Vitavia Flora Anlehngewächshaus, HKP 4mm, Aluminiumgestell, versch. Ausführungen 2500 HKP 4 mm *
  • Anlehngewächshaus Flora 2500 - nicht freistehend
  • Breite: ca. 195 cm Tiefe: ca. 132 cm Firsthöhe: ca. 251 cm
  • 4mm HKP Schiebetür Dachfenster

RION Sun Room 37 Anlehngewächshaus

Dieses Modell beinhaltet nicht nur den Standardbau, sondern auch ein zusätzliches bewegliches Dachfenster. Mit einer Tiefe von fast 2 Metern und einer Breite von rund 445 Zentimetern bietet es genügend Platz für Hobbygärtner.

Dank der integrierten Flügeltüren kann man das Gewächshaus bequem öffnen sowie schließen, um Luft in das Haus zu lassen. Die Flügeltüren werden links oder rechts angebracht. Gewächshäuser dieses Herstellers werden übrigens beliebig mit anderen Modulen erweitert.

RION Sun Room 37 Anlehngewächshaus weiss *
  • Modulsystem, jederzeit erweiterbar
  • äußerst robust und langlebig durch hochwertigen Kunststoff (Polypropylen)
  • UV- & witterungsbeständig

OUTFLEXX Anlehngewächshaus

Das Modell von Outflexx bietet sich sowohl für in die Höhe wachsende Pflanzen als auch für Pflanzen an, die auf einem Regal gezüchtet werden. Es besteht aus hochwertigem Aluminium und Hohlkammerplatten in der Stärke 4 Millimeter.

Dank der beiden integrierten Dachfenster lässt es sich optimal lüften. Mit einem Gewicht von fast 30 Kilogramm steht das Gewächshaus sicher sowie stabil – vorausgesetzt, man lehnt es an eine Mauer, Hauswand oder einen robusten Schuppen.

OUTFLEXX Anlehngewächshaus, Gestell aus stabilem Aluminium in grün, hochwertige, milchige... *
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Fazit: Anlehngewächshaus für private Nutzung optimal

Ob als Wintergarten oder als klassisches Gewächshaus für den Garten – das Anlehngewächshaus lohnt sich für alle privaten Nutzer, die ohne viel Aufwand Nutzpflanzen züchten wollen. Wer beim Kauf auf die obigen Punkte achtet, wird das ganze Jahr über Freude an dem Anlehngewächshaus haben.

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