Technik im Wintergarten: Was ist notwendig?

Wintergärten werden immer beliebter, da sie den vorhandenen Wohnraum sinnvoll erweitern und somit zu mehr Lebensqualität verhelfen. Damit sich diese einstellt, benötigt es jedoch entsprechende technische Einrichtungen, u. a. Heizung, Belüftung und Beschattung – jedenfalls dann, wenn es sich nicht um einen reinen Kaltwintergarten handeln soll, der nur als Wind- und Wetterschutz dient. Welche Technik empfehlenswert ist, zeigt dieser Ratgeber.

Belüftung des Wintergartens

Ein Wintergarten benötigt, genauso wie andere Räume, Möglichkeiten zu Belüftung. Ansonsten besteht die Gefahr negativer gesundheitsschädlicher Einwirkungen, zum Beispiel durch einen Schimmelpilz. Ideal ist es, wenn der Wintergarten natürlich belüftet werden kann. Dies geschieht durch eingeplante Öffnungselemente. Hier kann man zwischen Seiten- oder Dachelementen wählen, wobei die Kombination aus beidem sehr viel effektiver ist.

Zu den am meisten genutzten Öffnungselementen gehören sicher die Fenster und Türen des Wintergartens. Es gibt verschiedene Varianten diese Elemente, so können z. B. Faltwände zum Einsatz kommen, die eine große Öffnung des Raumes bewirken. Sie sind praktisch überall einsetzbar, auch in noch so kleinen Wintergärten.

Eine weitere Öffnungsmöglichkeit bietet die Parallel-Schiebe-Kipp-Tür. Sie ist in ihrer Funktion den Fenstern nachempfunden, jedoch besitzt sie gegenüber anderen Elementen einen größeren Variantenreichtum. Des Weiteren spart man Platz durch die Schiebefunktion. Eine ähnliche Variante ist die Hebe-Schiebetür.

Und schließlich gibt es noch die Variante der Wintergartenbelüftung in Form eines Gebläses, welches mit einem Thermostat und einem Feuchtigkeitsfühler ausgestattet ist. Dieses System eignet sich besonders gut für Allergiker, denn krankmachende Partikel werden so wirkungsvoll beseitigt. Ein weiterer Vorteil dieser Anlage ist die Energieumwandlung. Die Wärme des Wintergartens wird in den Rest des Hauses transportiert, das spart Heizkosten und wirkt sich positiv auf die Klimatisierung aus.

Heizung und Klimatisierung

Wenn man keinen Kaltwintergarten möchte, sondern den Wintergarten das ganze Jahr benutzen will, sollte man sein Augenmerk auf dieses Thema lenken, denn hier ist eine Wärmeregulierung unumgänglich. Durch das veränderte Klima ist der Wintergarten mitunter extremen Witterungen ausgesetzt. Dies hat zur Folge, dass die Wärmeregulierung wirkungsvoll konzipiert sein muss, damit der Aufenthalt im Wintergarten auch bei kälteren Jahreszeiten angenehm ist.

Möglichkeiten der Wärmeregulierung und Beheizung des Wintergartens bieten sich viele. Nennenswert sind hier die Wärmepumpe, die Fußbodenheizung, Sonnenkollektoren, Zentral- oder Kaminheizung, aber auch die Zentralheizung ist eine Option. Generell sollte man die Kosten und Nutzung nach dem eigenen Bedarf festlegen, wobei die Erwärmung des Wintergartens nicht mit der Erwärmung des Hauses gleichgestellt werden kann. Die Wärmepumpe bietet einen geschlossenen Kreislauf, bei der 70 % der benötigten Heizenergie gleich wieder in aufgenommene Wärmeenergie umgewandelt wird. Nur etwa 30 % werden durch elektrische Energie zugeführt. Aber auch die anderen Heizelemente lassen sich gut in den Wintergarten integrieren. Um das Bestmögliche für sich zu finden, sollte man sich entsprechend beraten lassen.

Wintergartenbeschattung

Wo man viel Licht haben möchte, braucht man auch viel Schatten. Auch alle vorhandenen Flächen aus Glas sind vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Das gilt besonders für Wintergärten, deren Fenster nach Süden, Osten oder Westen ausgerichtet sind.

Man kann zwischen drei Möglichkeiten des Wintergarten-Sonnenschutzes wählen: Zum einen die technische Beschattung (Innenbeschattung), zum zweiten die Außenbeschattung und zum dritten die natürliche Wintergartenbeschattung. Zieht man die Innenbeschattung vor, gibt es im Handel diverse Sonnenschutzprodukte zu kaufen. Markisen, Sonnensegel, Rollos, Gardinen oder Jalousien sind nur einige Beispiele dafür. Sie unterstreichen außerdem die Wirkung des Wintergartens in seiner Gestaltung. Da sie sich im Inneren des Wintergartens befinden, sind sie keinen Witterungseinflüssen ausgesetzt und somit länger haltbar.

Auch im Außenbereich kann mit obengenannten Sonnenschutzmaterialien gearbeitet werden. Sie brechen bereits die Sonnenstrahlen, noch bevor diese auf die Flächen treffen. Bei dieser Art der Wintergartenbeschattung kann ein nach allen Seiten geöffnetes Luftpolster von großem Vorteil sein, da es bis zu sechzig Prozent der einfallenden Sonnenenergie ableiten kann. Diese Art der Beschattung wird meist elektronisch ausgeführt und kann über Thermostat, Zeitschaltuhr und anderem betrieben und gesteuert werden.

Während die beiden ersten Beschattungsvarianten mit der Anschaffung solcher Sonnenschutzelemente einhergehen, ist das bei der natürlichen Beschattung etwas anders. Hier übernehmen Pflanzen diese Aufgabe. So verwendet man gerne Laubbäume oder Rankpflanzen, da diese die meiste Fülle haben.

Gartenmöbel - Express
Logo
Shopping cart